Sascha Coradi tritt vom Kunstturn-Spitzensport zurück

Das erweiterte Kunstturn-Nationalteam der Männer Elite muss einen Rücktritt vermelden: Der Zürcher Sascha Coradi tritt per Ende Juni vom Spitzensport zurück. Der 24-Jährige begründet seinen Rückzug vom Leistungssport mit der vorherrschenden Covid-19-Pandemie und den damit verbundenen Absagen von nationalen und internationalen Kunstturn-Events: «Die Absage der Universiade hat mich meiner sportlichen Perspektive beraubt. Deshalb habe ich mich entschlossen, meine berufliche Laufbahn voranzutreiben und mich auf mein Studium zu konzentrieren,» sagt Sascha Coradi. 

Coradi hat erfolgreich die Passerelle-Prüfung gemeistert. Nun führt ihn sein akademischer Weg weiter an die Universität Zürich. Dort wird der Bülacher ab September sein Wirtschaftsstudium aufnehmen.

Erfolgreiche Juniorenzeit
Der 24-jährige Zürcher blickt auf eine erfolgreiche Karriere zurück. In seiner Juniorenzeit konnte Sascha Coradi an den Europameisterschaften 2014 in Sofia (BUL) zwei Bronze-Medaillen am Boden und am Reck erringen. «Auf diese Medaillen bin ich besonders stolz», sagt Coradi. Ausserdem wurde Sascha Coradi bei den Junioren sechsfacher Schweizer Meister. 2013 gewann er Gold am Boden, 2014 siegte er im Mehrkampf sowie am Boden, an den Ringen, am Sprung und am Reck. Mit dem Team Zürich gewann der Kunstturner des TV Bülach zudem dreimal die Schweizer Mannschaftsmeisterschaften. Aufgrund dieser Erfolge wurde er 2016 ins Nationalkader nach Magglingen berufen und stand 2017 im Reckfinal am Weltcup in Cottbus.

Sascha Coradi ist sich bewusst, dass seine erfolgreiche sportliche Karriere ohne sein privates Umfeld nicht möglich gewesen wäre: «Meine Familie gab mir in jeder Phase meiner Karriere den nötigen Rückhalt, wofür ich sehr dankbar bin.» Der Zürcher dankt auch seinem Stammverein, dem TV Bülach und seinen beiden Betreuern Andrej Balabkin und Domenico Rossi. Damit aber nicht genug: «Dem STV, Beni Fluck, Laurent Guelzec, dem Trainerteam und dem ganzen Staff möchte ich für die Unterstützung während meiner Zeit in Magglingen danken – und ich möchte auch Susanna Lautenschlager und René Mettler von ProLern erwähnen. Dank Ihrer Unterstützung kann ich an der Uni Zürich mit meinem Wirtschaftsstudium beginnen,» fügt Coradi weiter an. Coradi betont abschliessend, dass ihn die Faszination zum Turnsport nie verlassen hat. «Deshalb werde ich sicherlich in irgendeiner Weise zurückkehren», versichert er.


Der Schweizerische Turnverband bedauert den Rücktritt von Sascha Coradi sehr. Gleichzeitig wünscht der STV dem Kunstturner auf seinem akademischen Weg viel Erfolg.

Quelle: www.stv-fsg.ch